Kleinkram, Reisen
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Kuba. Noch.

In den Straßen von Havanna. Ein Lehrer, den ich dort traf, erzählte mir, er hätte seinen Job hingeschmissen um Obst zu verkaufen - weil er damit ein vielfaches verdiene.

Das Ende des Embargos. Nach über 50 Jahren. Ein historischer Schritt – die USA lockern das Handels-, Wirtschafts- und Finanzembargo gegen das sozialistische Kuba, von den Kubanern nur „el bloqueo“ genannt. Was das für Auswirkungen auf Kuba – ein Land, das in Teilen wie in einer Zeitblase festhing – haben wird, bleibt abzuwarten.

Hier sind ein paar Fotos von dem Kuba und den Kubanern, das und die ich auf meiner Reise Ende 2012, also vor ziemlich genau zwei Jahren, kennengelernt habe. Besonders bewundert habe ich das Improvisationstalent. Auch, wenn es seinen Ursprung schlicht im Mangel an Möglichkeiten hat. Du brauchst ein Fahrrad für zwei? Kauf dir kein Tandem, bastele einen zweiten Sitz aus Holz!

Vielleicht können wir das von den Kubanern lernen.

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Typischer Platz im alten Kern Havannas. Viele der historischen Gebäude sind in einem desolaten Zustand. Dennoch werden sie von Menschen bewohnt.

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Ein Strauch, der auf einer Treppe wächst, die ins Leere führt – in der Altstadt Havannas kein seltener Anblick.

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Die berühmten alten US-Autos aus den 40er und 50ern Jahren sind auf Kuba noch sehr präsent.

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Leider sind sie aufgrund ihres Alters auch sehr pannenanfällig. Viele von ihnen dürften eigentlich überhaupt nicht mehr funktionieren – und tun es doch.

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Was hingegen immer funktioniert: das selbstgebaute „bici taxi“.

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Für vieles mag der kubanische Staat kaum Geld haben – für Überwachungskameras wie hier in Havanna schon.

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Natürlich haben es US-Marken und Styles trotz Embargo schon immer irgendwie nach Kuba geschafft. Wie dieses T-Shirt.

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Fotoshooting im Zentrum Havannas.

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Am Malecón in Havanna fischen Kubaner und Vögel nach Abendessen.

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Wuchtige Architektur dominiert die Aussicht vom Malecón.

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Ja, Hipster gibt es auch auf Kuba.

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Ebenso wie Puma-Aufkleber auf alten Ostblock-Karren. Auf der Metaebene: Der Wunsch, dazuzugehören.

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Das Zentrum Trinidads ist geprägt von Kolonialarchitektur.

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Ein Fahrrad, zwei Sättel: typisch kubanisches Improvisationstalent.

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Im südlichen Santiago de Cuba findet das Leben und Arbeiten noch mehr auf den Straßen Stadt als in Havanna.

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Diese alten Friseurstühle haben – wie vieles alte auf Kuba – nicht die Zeit überdauert, weil die Menschen sie so hübsch fanden. Sondern weil sie schlicht nicht viel anderes hatten. Das könnte sich jetzt mit der Lockerung des Embargos verändern.

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Sonnenuntergang über schäbigen Hütten in Santiago de Cuba.

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Mit dieser antiquierten Maschine flogen wir von Santiago nach Havanna; aus den Deckenlampen fiel uns eine Kakerlake in den Schoß. Aber wir sind sicher und wohlbehalten angekommen. Die Kakerlake auch.

Alle Fotos: © Jessica Wagener

2 Comments

  1. Agi H. says

    Hey Jessi,
    ich habe einen Artikel über dich in der „Vital“ entdeckt und wollte dir nur sagen: RESPEKT!!! Finde deine Kraft echt bewundernswert!!! Danke auch für all die tollen Artikel hier😉
    Viel Glück und Kraft auch weiterhin für dich :*
    lg Agi

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