Kleinkram, Meine Bücher, Wir geben Opa nicht ins Heim
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Das Buch über Oma und Opa

Wir geben Opa nicht ins Heim

Manchmal gibt dir das Leben keine Zitronen, manchmal stellt es eine Ballwurfmaschine auf und schießt drauf los. Was soll man da machen? Ducken oder weglaufen geht nicht, jammern und pöbeln bringt nichts. Aber schreiben hilft. Also schreibe ich. 

Wenn dir das Leben Zitronen gibt, schreibe ein Buch darüber.“ – unbekannt

Zuerst in „Narbenherz“ über Krebserkrankung, Heilung und Weltreise – und jetzt in „Wir geben Opa nicht ins Heim“ über das eine Jahr zwischen Weihnachten und Weihnachten, in dem meine herzkranke Oma damit kämpfte, meinen parkinsonkranken Opa zu Hause pflegen zu wollen und daran fast zugrunde ging. Heute ist der Erscheinungstag.

Es ist eine sehr persönliche Geschichte über die zwei Menschen, die ich am meisten auf der Welt liebe und die sich molekülchenweise aus dem Leben verabschieden. Es geht ums Altwerden, um Krankheiten, Verantwortung, Belastungsgrenzen, ein bisschen um Pipi und ganz viel um Liebe.

Ich hoffe, dass unsere Geschichte anderen Menschen Mut macht. Mut macht, sich mit dem Thema Alter, Krankheit und Tod zu befassen, sich tiefsitzenden Ängsten und Vorurteilen zu stellen. Mut, sich rechtzeitig vorzubereiten und in Ruhe ein Pflegeheim auszusuchen. Mut, nicht mehr zu verdrängen. Mut, füreinander da zu sein und sich trotzdem Freiräume zu sichern. Mut, loszulassen.

Ja, ich freue mich über das zweite Buch. Die Freude verblasst leider etwas, denn Opa liegt derzeit mit einem Infekt im Krankenhaus, und auch Oma hat zunehmend mit Herz und Nieren zu kämpfen. Sie hat das Buch schon gelesen. Ihr Urteil: „Sehr gut geschrieben, ohne Frage. Aber dein erstes Buch fand ich spannender – bei dem hier kenne ich ja schon alles.“ (Was mich übrigens auch freuen würde: eure Rezensionen.)

„Ich kann gar nicht sterben“, hat Oma außerdem konstatiert und dabei ziemlich vorwitzig unter ihren weißgrauen Locken hervorgeguckt. „Wer in einem Buch steht, der kann niemals sterben!“


 

Bestellen könnt ihr „Wir geben Opa nicht ins Heim“ übrigens hier bei Rowohlt.

6 Comments

  1. Endlich. Ich habe schon auf Dein Buch gewartet und es soeben bestellt. An alle ENKELKINDER: this goes out to you!

  2. Liebe Jessica, ich finde es Klasse, dass Du ein Buch über dieses Thema schreibst. Ich bin schon sehr gespannt. Meine Eltern leben leider beide in einen Heim, da sie beide an Demenz erkrankt sind. Es ist sehr schwierig damit um zu gehen. Zum Beginn der Erkrankung haben die Beiden sich gegenseitig noch sehr geholfen. Aber irgendwann ging es alleine nicht mehr. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinen Buch. Ich werde es auf alle Fälle lesen. meinlebenmitbrustkrebs.blogspot.com. Ich habe übrigens auch ein kleines Büchlein über meine Verarbeitung meiner Brustkrebserkrankung geschrieben. Hier schreibe ich Dir mal die ISBN mit auf: 978-3740710675, Mein Buch ist als gedrucktes Buch oder auch als ebook erhältlich, Liebe Grüße von Andrea

  3. Tanita says

    yeeeees dein Buch ist da:)
    ich freue mich und habe schon mein Kindl rausgeholt und werde es nun bestellen….
    Tja….nun müssen meine anderen Bücher warten!
    Ganz ganz liebe Grüße aus HH
    die Lymph-Tanita

  4. Judi says

    Liebe Jessica, ich habe Dein Buch nun in 2 Tagen „verschlungen“ und so manche Träne dabei vergossen, aber auch so manche Welle der Wärme gespürt. Danke – für beides!

    Es verknüpften sich Erinnerungen mit Deiner völlig anderen und doch in manchem so ähnlcihen Geschichte. Mein Vater war die letzten anderthalb Jahre seines Lebens im Heim (zumindest, wenn er nicht im Krankenhaus war), nachdem meine Mutter die Pflege nicht mehr schaffen konnte.

    Unabhängig vom Buch, wünsche ich Dir und Deinen Großeltern, dass die Situation im Heim verbessert bzw. dass es eine Ausweg gibt und wünsche Euch allen jede Kraft, die ihr braucht!.

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